Theresa Petzold & Sassari bei Zsolt Varga, Hofbereiter der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg

13. Februar 2026

Ende Juli zog es meine 7- jährige Arabisch-Partbred Stute Sassari und mich wie jedes Jahr in den Großraum Berlin: Zsolt Varga, Hofbereiter der Fürstlichen Hofreitschule Bückeburg und langjähriger Schüler von Jeff Sanders gab einen Zwei-Tages-Kurs in familiärer Athmosphäre. Mit seiner Erfahrung in der klassichen Reitkunst und altkalifornischen Reitweise bewegt sich Zsolt Varga in genau dem gleichen Schnittfeld, in welchem wir uns zu Hause fühlen.

Saris Ausbildung ist mittlerweile so fortgeschritten, dass man unter anderem erproben kann, wo all die gerittenen Lektionen in der Praxis herkommen und welchen Zweck sie historisch erfüllten. So haben wir dieses Jahr sehr viel mit der Garrocha gearbeitet, aber auch Gerten wurden zu Schwertern umfunktioniert. Einhändig, mit Fokus auf anderen Dingen als dem Pferd fallen dann immer wieder Schwachstellen und Lücken auf, an denen man im täglichen Training weiterfeilen und sich verbessern kann. Umgekehrt lassen sich Elemente aus der Arbeitsreitweise aber genausogut nutzen, um das eigene Reiten genau in diesem Moment zu verbessern.

Wird man von einem anderen Reiter “angegriffen” gibts plötzlich nicht mehr ein irgendwann, sondern nur noch sofort. So schult sich eine noch höhere Reaktivität und zunehmende Leichtigkeit und Fähigkeit sich jederzeit gemeinsam in jede Richtung bewegen zu können. Und immer bleibt der Anspruch nicht irgendwie, sondern biomechanisch sinnvoll mit stets durchlässigem Pferd harmonisch unterwegs zu sein.

Weitere Schwerpunkte für uns waren an diesem Wochenende: Spanischer Schritt, erste Tritte in der Passage, Verbesserung der Schulterkontrolle im Angalopieren auf engen Volten (mit Garrocha) und Feinjustierung vom Schulterherein im Trab.

Ein Wochenende mit ganz viel Spaß und etwas anders als der “klassische” Reitkurs. Wir nehmen wieder viele neuen Ideen und Dinge, an denen wir arbeiten möchten, mit nach Hause und freuen uns schon aufs nächste Zusammentreffen.

Bilder: Fabian Richardt