Zuchtausschuss 14.02.2015 – Vorab-Bericht
Zur offiziellen Sitzung am Samstag, die von Michel Weber von der Geschäftsstelle betreut wurde, hatten sich dann lediglich zwei Ausschussmitglieder (Lisa Wohlbier und Burchard Schröder) entschuldigt.
Aus dem Protokoll der vergangenen Sitzung heraus wurde das Thema „Championat der Prämienstuten und -fohlen“ anlässlich der Verbandshengstschau und Körung noch einmal angesprochen. Da der Gesamtvorstand zwischenzeitlich beschlossen hat, diesem Championat trotz bisher geringer Teilnehmerzahlen noch einmal eine Chance zu geben, schlägt der Zuchtausschuss dem Vorstand einstimmig vor, für die Durchführung dieses Championats eine Mindestteilnehmerzahl von 5 Stut- und 5-Hengstfohlen sowie 10 Stuten (als gesamte Mindestteilnehmerzahl) festzusetzen.
In diesem Zusammenhang wurde weiter vorgeschlagen, zukünftig (ab 2016) Championatstitel auf der letzten jährlich stattfindenden Zuchtstutenschau zu vergeben und von der Verbandshengstschau und Körung loszulösen. Details dazu sollen mit dem Ausschuss Veranstaltungen besprochen werden.
Etwa drei Stunden wurde anschließend über Korrekturen und Formulierungsänderungen in der ZBO diskutiert. Dies war u. a. notwendig, da unsere Aufsichtsbehörde erneute Anpassungen gefordert hatte.
Hierzu schlägt der Zuchtausschuss vor:
• Der ZA schlägt vor, die Anforderungen zur Absolvierung der Hengstleistungsprüfung über die Turniersportprüfung für Angloaraber von der Rasse Arabisch Partbred /Typ Deutsches Reitpferd zu trennen und den Angloaraber diesbezüglich bei allen anderen Arabischen Rassen einzuordnen. Nach bisherigem Kenntnisstand haben in den letzten 50 Jahre lediglich zwei Angloaraberhengste diese sehr hohen Anforderungen erfüllen können.
• Desweiteren wird vorgeschlagen, zukünftig bei Durchführung der Rittigkeitsprüfung das Kriterium Rittigkeit mit dem Faktor 2 zu multiplizieren, um dem Gedanken dieser Prüfung Rechnung zu tragen. Grund hierfür ist, dass die Grundgangarten schon bei der Eintragung berücksichtigt werden.
• Weiterhin soll die Möglichkeit der Prüfung über Wertungskilometer als Gesamtleistung bei Distanzritten für Stuten wieder, wie bisher auch gehandhabt, von 2000 auf 500 km gesenkt werden. Begründung: Die Absolvierung von 2000 km Lebensleistung in der Wertung ist bei einem regelmäßigen Einsatz als Zuchtstute nicht zu realisieren.
• Die Kriterien für die HLP-Western müssen dringend überarbeitet werden. Dieses Thema wird an den Ausschuss Sport und Leistungsprüfung abgegeben.
• Als vierter Diskussionspunkt wurde die Angleichung der Noten von Körung und Schleifenvergabe besprochen. Auf Empfehlung des Zuchtausschusses sollen gekörte und prämierte Hengste, ebenso wie goldbeschleifte Hengste, einen Mindestnotendurchschnitt von 7,5 aufweisen. Gekörte und silberbeschleifte Hengste benötigen einen Notendurchschnitt von mindestens 7,0 und Kandidaten für eine weiße Schleife benötigen einen Durchschnitt von 6,5.
Zur Gebührenordnung wurde u. a. vorgeschlagen, den Säumniszuschlag für versäumte Fristen von 25 Euro auf 50 Euro zu erhöhen. Begründung: Die Mitarbeiter in der Geschäftsstelle verwenden einen Großteil ihrer Arbeitszeit dafür, Mitglieder telefonisch und schriftlich an fehlende Unterlagen, wie z.B. Decklisten, CA- und SCID-Tests, zu erinnern. Dies ist nicht nur zeitaufwendig und unschön, es verhindert auch, dass diejenigen Mitglieder, die ihre Unterlagen fristgerecht eingereicht haben, die Papiere zeitnah zugestellt erhalten.
Außerdem sollen die Gebühren für Equidenpässe von Fohlens, die von einem Hengst abstammen, der nicht am Zuchtprogramm unseres Verbandes teilnimmt, aber alle Kriterien erfüllt, die unsererseits für das jeweilige Zuchtbuch gefordert werden, auf 250 Euro angehoben werden.
Weiterhin wird eine Staffelung des Jahresbeitrages von Hengsten empfohlen. In das Hengstbuch I eingetragene Hengste sollten nach der Empfehlung des Zuchtausschusses an die Mitgliederversammlung zukünftig eine jährliche Gebühr von 100 Euro, Hengste des Hengstbuches II 200 Euro und Hengste, die in das Hengstbuch III eingetragen sind, 300 Euro entrichten.
Heliodoro Ramos-Arzate hatte ein Konzept für eine Althengstpräsentation erarbeitet, das die Vorstellung ausgewählter Hengste in einem Rahmenprogramm der Verbandshengstschau und Körung 2015 vorsieht. Dies soll als Veranstaltung der Persönlichen Mitglieder der FN (PM) durchgeführt werden, die für Veranstaltungen dieser Art nicht nur einlädt, sondern diese auch unterstützt. Der Zuchtausschuss unterstützt diesen Vorschlag einstimmig und bittet Heliodoro Ramos-Arzate, daran weiterzuarbeiten.
Zum Abschluss wurde das Thema „Aktualisierung der Stutenfamilien“ noch einmal aufgegriffen. Cordula Schladitz erläuterte verschiedene Möglichkeiten der Darstellung und bat um die Meinung des Zuchtausschusses. Grundgedanke ist, Stutenfamilien in einem Land an den eingeführten Pferden festzumachen und nicht, wie bisher, an den teilweise über hundert Jahre zurückliegenden Gründerstuten. Der Zuchtausschuss unterstützt den Vorschlag mit der Konkretisierung der Darstellung folgender Daten: Rasse, das Herkunftsland der Stammstute, die Stammstute (Namen und Geburtsjahr) und die Familienbegründerin mit Geburtsjahr.
Ein Teil der weiteren Themen wurde vertagt, weil noch keine Vorarbeiten dazu erfolgt waren.
Cordula Schladitz
Caroline Bär
Susanne Koller
